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    Prof. Dr. Jochen Vogt

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    Prof. Dr. Jochen Vogt

    Vita: Professor Dr. Jochen Vogt, Jahrgang 1943, Promotion 1968 in Bochum, nach journalistischer Ausbildung und Tätigkeit für Rundfunk und Presse seit 1972 Professor für Germanistik/Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik an der Justus-Liebig-Universität Gießen, seit 1973 an der Universität Essen, heute Universität Duisburg-Essen. Emeritierung 2008. Zahlreiche Gastprofessuren in Europa und den USA. Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut des Landes NRW. Adjunct Professor of German Studies, Duke University, Durham, NC.

    Veröffentlichungen (Auswahl): Der Kriminalroman. Poetik – Theorie – Geschichte (als Hg., 1998, erstmals 1971); Medienmorde. Krimis intermedial, 2005 (als Hg.); Das Amerika der Autoren. Von Kafka bis 9/11, 2006 (als Hg., mit Alexander Stephan); Einladung zur Literaturwissenschaft, 6. Aufl. 2008; Aspekte erzählender Prosa. Eine Einführung in Erzähltechnik und Romantheorie, 11. Aufl. 2014 (zuerst 1972/1986); „Beinahekrimis“ – Beinahe Krimis!?, 2014 (als Hg., mit Sigrid Thielking); Erinnerung, Schuld und Neubeginn. Deutsche Literatur im Schatten von Weltkrieg und Holocaust, 2014; Literatur für die Schule. Ein Werklexikon zum Deutschunterricht (als Hg. mit Marion Bönnighausen), 2014.

    "Story" oder "scientific exercise"? Strategien der Literarisierung von Fallgeschichten - historisch und narratologisch [Abstract]


    Die „Fallgeschichte“ hat als Gebrauchsform im Spannungsfeld von Wissenschaft und Unterhaltung, insbesondere in den Feldern der Rechtsprechung, der Medizin und der Psychologie, spätestens seit der Aufklärung eine breite und differenzierte Tradition, In der neueren kulturwissenschaftlichen Forschung findet sie deshalb verstärktes Interesse. Mein Vortrag soll in Form eines historischen und erzähltheoretischen Streifzugs – also ohne jeden Vollständigkeitsanspruch – ausloten, welche Strategien und Formen der Literarisierung gerade ‚erstrangige’ Autoren entwickelt haben und welche rezeptionsästhetischen Ziele sie verfolgen. Als grundlegend könnte man dabei die Spannung von Wissen und Erzählen, oder wie Sherlock Holmes einmal sagt, von scientific exercise und narrative ansehen. Außer Arthur Conan Doyle werden wir aber in aller Kürze auch Friedrich Schiller und Johann Peter Hebel, Jakob Wassermann und Alfred Döblin, Franz Kafka und Bertolt Brecht, Alexander Kluge und Ferdinand von Schirach begegnen.

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