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    Recht populär

    Dr. Patrick Meier

    Vita:

    Patrick Meier, geboren 1985, Studium der Rechtswissenschaft in Würzburg (2005-2010). Erstes juristisches Staatsexamen 2010, zweites juristisches Staatsexamen 2014. Promotion 2014 (Dopingsanktion durch Zahlungsversprechen – das Beispiel der Ehrenerklärung des Weltradsportverbands UCI). Seit 2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Römisches Recht und Historische Rechtsvergleichung (Prof. Jan Dirk Harke) der Universität Würzburg.

    Zur öffentlichen Wahrnehmung juristischer Berichterstattung in Presse und Medien [Abstract]

    Juristische Sachverhalte sind stets auch Presse und Medien von großem Interesse. Sie zeugen – gerade im Strafrecht – von den Abgründen der menschlichen Existenz und bieten einen Einblick in eine fremde Welt. Die Arbeit der Justiz ist stets am Puls der Zeit, da sie sich regelmäßig mit den aktuellen, drängenden Problemen befassen muss. Aufsehen erregende Prozesse haben dies in letzter Zeit deutlich gemacht: Kachelmann, Mollath, NSU.

    Doch stets ist auch eine gewisse Ernüchterung zu beobachten: Die Journalisten und die breite Öffentlichkeit sind mit dem Ablauf des Prozesses und der Formalisierung wie auch den häufig zeitintensiven Verfahren unzufrieden und werden nicht selten auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Die erkennenden Richter und Prozessbeteiligten fühlen sich in schlechtem Licht dargestellt. Die Juristen insgesamt beklagen eine falsche oder verzerrende Darstellung von Abläufen und Ergebnissen.

    Dies ergibt sich aus einer Reihe fundamental unterschiedlicher Herangehensweisen und hieraus folgend auch aus Missverständnissen. Viele Dinge, die für Juristen eindeutig sind, werden so von vielen Menschen nicht gesehen. Vieles, was die breite Öffentlichkeit erwartet, lässt sich juristisch nicht umsetzen. Darüber hinaus resultieren auch viele Konflikte bereits unmittelbar aus der Sprache, die von juristisch ausgebildeten Menschen in gänzlich anderer Weise als die Alltagssprache gebraucht wird.

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